Madeline Miller ~ Circe ♠♠♠♠

Die Zusammenfassung von "Circe" fällt denkbar kurz aus: Das Buch erzählt das Leben und Leiden der Göttertochter und Hexe Circe.

Doch wer die Odyssee kennt, weiß, dass es nicht so einfach ist, denn die Götter schmieden ihre Ränkespiele und nichts ist, wie es scheint. Von klein auf hat die gute Circe eine rebellische Ader, widersetzt sich den Göttern und geht ihren eigenen Weg. Dass sie deshalb irgendwann ins Exil geschickt wird, ist wohl unumgänglich. Auf der Insel Aiaia findet sie endlich ihr Schicksal - und die dringend benötigte Ruhe, um sich selbst zu finden.

 

Ruhig, märchenhaft und teils lyrisch erzählt Madeline Miller die bekannten Göttersagen aus weiblicher Perspektive - spannend, natürlich feministisch und angenehm malerisch.

 

Passend zum göttlichen Inhalt ist auch das englische Buch (auf Deutsch als "Ich bin Circe") durchweg fantastisch gestaltet: goldener Lack, Foiling und eine Inselkarte im Vorsatz. Miller hat übrigens auch Achilles' Geschichte neu erzählt, doch die ist zum Verständnis nicht nötig.

 

"When I was born, the name for what I was did not exist."

~22.04.2020


Kommentare: 0