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Frankfurter Buchmessen 2022

Es ist Oktober, das heißt nicht nur Halloween (habt ihr schon beim Gewinnspiel mitgemacht?), sondern natürlich auch Buchmessen! Dabei spreche ich von zwei Frankfurter Buchmessen - der großen in der Messe und eine kleine, nur für Fantasy-Verlage in Dreieich. 

 

 

Samstag, 22.10.

Der Buchmesseconvent, liebevoll BuCon genannt, findet immer am Buchmesse-Samstag im Bürgerhaus in Dreieich statt. Natürlich ist auf der großen Buchmesse samstags am meisten los, aber hier können sich Fantasy-Fans, Steampunk-Bastler, Sci-Fi-Nerds und alle guten Verrückten beim großen Familientreffen beknuddeln. Es gibt diverse Räume, überall um das Bürgerhaus verteilt, in denen Lesungen, Verlagsvorstellungen oder Diskussionsrunden stattfinden. Alle Programme der letzten Jahre findet ihr zum Stöbern auf der Homepage. 

 

Ich war mit meiner Mutter, Autorin Agga Kastell, und meinem Mann Adam anwesend. Wir wollten eigentlich zum ersten Verlagspanel des Piper Verlags meiner ehemaligen Lieblingskollegin Kathrin Dodenhoeft, aber ich habe für mein Rote-Königin-Outfit zu lange gebraucht und so schlugen wir erst gegen 11.30 Uhr auf. 

Viel Zeit hatten wir dann allerdings auch nicht, denn um 12 Uhr fand die erste BuCon-Lesung meiner Mutter statt - sie hatte organisiert, dass aus den "M-Files", einer Anthologie mit Mumien-Geschichten, gelesen wird. 

So versammelten sich (auf dem Foto von links nach rechts) Jörg Fuchs Alameda, Agga Kastell (als Verrückter Hutmacher), Ann A. Kalliope, Nele Sickel, Jessie Weber und Kornelia Schmidt sowie ca. 30 Zuhörende im Basement-Raum. 

 

Nach einer höchst informativen Einführung lasen alle nacheinander aus ihren Geschichten - wie immer bei Jörg inklusive verrückter Einlage, diesmal glitzernde Katzenöhrchen und Leoparden-Stulpen. Das Buch hatte leider Druckprobleme und lag daher nicht vor. 

Während die Autorenschaft ihre schöne Lesung feierte und plauderte, zog ich weiter in Saal C4, wo eine interessante Diskussionsrunde stattfand: "Taugen Comic-Heldinnen als feministische Vorbilder?" 

Es diskutierten (im Foto von links nach rechts) Grit Richter (vom Art Skript Fantastik Verlag), Claudia Rapp und Stefan Cernohuby unter Moderation von Isa Theobald über Wonder Woman, Lara Croft und She-Hulk. Organisatorin Barbara Fischer war leider gesundheitlich verhindert, daher konnten einige interessante Fakten und Ansätze nicht vertieft werden. 

Dennoch ergab sich eine angeregte Unterhaltung, an der sich auch das Publikum rege beteiligte. 

Das Fazit lautete schließlich, dass frankobelgische Damen erheblich vielfältiger gezeichnet wurden, der englische und amerikanische Markt holt dies nur langsam auf. Als positive Empfehlungen fürs daheim-nachlesen wurden "Adèle", "Ms. Marvel" und "Fables" genannt. 

Dann habe ich erstmal eine Programmpause eingelegt. Ich wollte Bekannte drücken, mir den Mund fusselig quatschen und natürlich Bücher stöbern. Da erklärt doch Laura Dümpelfeld (die im Regenbogen-Hoodie!), dass sie Lust hat, zu musizieren. Sprach's, holte ihre Laute aus dem Auto und gab saulustige, nerdige und zotige Lieder im Sonnenschein zum besten. Herrlich! Das ist der Zauber des BuCon, alle können machen, worauf sie Bock haben, niemand wird schräg angeguckt - im Gegenteil, sie erhielt sogar Spenden und bei "Rains of Castamere" sangen wir mit. 

Gegen 15 Uhr schaffte ich es dann endlich, die ersehnte Stöber-Runde zu drehen (ich habe wirklich gern mit euch allen gequatscht und geknuddelt, aber ich war doch zum Büchergucken da!) und einige mir noch unbekannte Werke aufgespürt. Nebenstehend seht ihr unsere Beute: 

"Die Blätter des Herbstbringers" von Fabienne Siegmund 

"Das zerbrochene Mädchen" von Fabienne Siegmund 

"Das zersplitterte Land" von Karsten Zingsheim (signiert)

"Tochter der Sterne" von Isa Theobald (signiert) 

"Timmy kennt den Weihnachtsmann" von Christian von Aster 

"Geheimnisvolle Bibliotheken" (Anthologie) 

PAN Adventskalender 

Ein weiteres Highlight war dann eine Lesung von Oscar de Muriel, der eigentlich aus Mexiko stammt, aber in England lebt. Er schreibt die beliebte Krimireihe um Frey & McGray. Der erste Band heißt auf Deutsch "Die Totenfrau von Edinburgh", doch er las aus dem fünften Band, weil dieser am eigenständigsten ist. 

Die Lesung war auf Englisch, weswegen der schöne große Lichtsaal recht leer war. Am Ende stellten die BuCon-Organisatoren viele spannende Fragen. 

Leider stand auch hier kein Buch zum Signieren zur Verfügung. Ich werde es mir wohl auf Englisch holen, damit ich den schottischen Akzent des einen Hauptcharakters richtig genießen kann. 

Obwohl es noch recht früh war und wir noch einige Programmpunkte eingeplant hatten, verließen wir den Con dann doch Richtung Couch - so viel Energie, so viele Menschen und so viel Aufregung waren wir einfach nicht mehr gewohnt und wollten uns ja noch ein paar Kräfte für die Buchmesse am Sonntag aufsparen. Das erwies sich als klug, auch wenn wir uns jetzt schon fürchterlich auf nächstes Jahr freuen. 

Sonntag, 23.10.

Am Sonntag ist auf der Buchmesse nicht mehr viel los, doch ich mag es, durch die etwas leereren Gänge zu schlendern, gemütlich mit Bekannten zu plaudern und natürlich Bücher abzustauben, bis der Rollkoffer zusammenbricht. Nach zwei Jahren Pause gab es da schließlich ordentlich Nachholbedarf! 

Auch heute habe ich einige Bekannte geknuddelt, am Stand vom PAN Netzwerk interessante Informationen erhalten und von vielen freundlichen Verlagsmitarbeitenden Leseexemplare überreicht bekommen. Der kulinarische Geheimtipp war das Mango-Lassi im Restaurant Aubergine bei Halle 3.0, köstlich! 

 

Eine Übersicht aller verliehenen Preise findet ihr übrigens beim Buchreport

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zuletzt aktualisiert 19.11.2022

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