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Lesungsrezension: Wasteland Villa

Am Freitag lud Laura Flöter zur Finissage ihrer Ausstellung "Wasteland Villa" in der Villa Meererbusch zur Lesung ein. Ihr zur Seite standen Fabienne Siegmund, Fräulein SpiegeL ("Wir kennen uns gut, haben aber nix miteinander zu tun.") sowie Akram El-Bahay. Moderiert wurde der Abend von Diana Menschig.

 

Hier ist ein Artikel über die Ausstellung. In der Villa Meererbusch stellt zwei Mal im Jahr ein*e Künstler*in aus; dabei können sie sich in der gesamten Villa austoben - und in dem Labyrinth ist reichlich Platz! Doch von Beginn...

 

Ich kam pünktlich um 19.20 Uhr an, ergatterte den letzten Parkplatz und drückte Laura, Fabienne, ihren Freund und Akram. Diana begegnete ich tatsächlich zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht, drückte sie aber trotzdem. Die Fantastikszene ist klein, da braucht man Freunde.

 

Ich drehe eine erste Orientierungsrunde, dann geht es schon los.

Fast pünktlich begrüßt Diana Menschig die Anwesenden - obwohl die Villa (mit Hotel) riesig ist, sind in dem umgebauten Frühstückssaal nur Platz für etwa 20 Leute. Doch das reicht, am heutigen Abend gibt es ca. 11 Gäste.

 

Akram, den ich auf der LitBlogCon kennengelernt hatte, beginnt mit der ersten Lesung des Abends, aus dem dritten Teil seiner Bücherstadt-Trilogie. Bastei hat sich mit der Covergestaltung ordentlich Mühe gegeben - alle drei Teile nebeneinander ergeben ein Gesamtbild.

 

Anschließend lasse ich mir den ersten Teil signieren - der zweite steht ja schon im Regal! Wir sind uns einig, dass die LitBlogCon großartig war und wir vermutlich nächstes Jahr wieder hingehen werden.

Als zweites liest Fräulein SpiegeL und entführt uns im "Nirgendland" in ein Eschereskes Labyrinth mit einem Orakel, dem ich lieber nicht persönlich begegnen möchte. Pfuibäh!

 

Bei einem Facebook-Gewinnspiel zur Buchmesse habe ich den Roman gewonnen und heute feierlich persönlich überreicht bekommen, hurra! Nach diesem Einblick bin ich sehr gespannt auf die restlichen Seiten.

 

Anschließend folgt eine kleine Verschnaufpause, in der man sich die Beine vertreten und die auf über 3 Stockwerken verteilten Bilder weiter bestaunen kann.

Abschließend folgt eine Lesung aus den "Herbstlanden", eine Welt, die sich Fabienne Siegmund ausgedacht und mit anderen Autoren zusammen erschrieben hat. Inzwischen gibt es zwei Bände, eine Anthologie (von der alle Einnahmen an die Krebshilfe gespendet werden!), ein Rollenspiel, zwei Novellen und weitere Bände sind in Planung - und bei allem lässt sich Fabiennes Alice-im-Wunderland-hafter Einfluss spüren.

Die Herbstlande bestehen jedenfalls aus den Ländern September, Oktober und November - Zeit spielt eher eine marginale Rolle.

Nachdem Fabienne uns mit dem Prolog in die Geschichte von Band 2 eingeführt hat, liest Laura aus dem November und Akhram aus dem Oktober. Ich muss an mich halten, mich nicht kaputt zu lachen, denn immer, wenn ich eine Düsseldorfer Tradition nicht kenne, lachen Adam und seine Mutter, dass ich "von anderswo komme" - der Titel des vorgelesenen Kapitels ist "Menschen von anderswo".

Ich weiß jedenfalls, was ich nächstes Jahr als Herbstlektüre lesen werde!

 

Zum Abschluss folgte eine Fragerunde von Diana und dem Publikum, dabei wurden einige persönliche Fragen gestellt, bei denen sich klärte, wo sich die Persönlichkeiten von Laura Flöter und Fräulein Spiegel genau spalten - und alle Autoren sich überraschend einig waren:

 

So haben alle drei Autor*innen noch Brotjobs und schreiben "nur" in ihrer Freizeit. Sie hassen die detaillierte Ausarbeitung von Plots und schreiben lieber los - Laura geht sogar so weit, einzelne Szenen nach Laune zu schreiben und diese später in das Gesamtmanuskript einzufügen!

 

Falls sie mal berühmt werden, würden sie sich eine filmische oder musikalische Umsetzung ihrer Werke wünschen - dabei präferiert Laura Benicio del Toro & In Flames, Fabienne Tim Burton & Danny Elfman und Akhram würde sich John Williams wünschen.

 

Gegen halb 10 beendet Diana den Abend und erhält zum Dank ein kleines Präsent.

 

Die Gäste kauften noch einige Bücher, ließen sie signieren und schlenderten durch die Villa, bevor der Abend gemütlich ausklang. Ich war nicht nur von der Lesung, sondern auch von der Villa selbst schwer begeistert und werde sie definitiv abonnieren, um weitere Veranstaltungen hier mitzunehmen.

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zuletzt aktualisiert 05.12.2019