Martin Schierlinger - Die Bibliothek des Schmiedes

Onnen Poika ist nicht wie andere Menschen. Etwas schrullig, aber jederzeit liebenswürdig (wie Sheldon Cooper in weniger nervig), stolpert er durch sein Leben und begegnet durch eine Reihe Zufälle der lebenslustigen, chaotischen XYZ. Das Wunder geschieht, die beiden verlieben sich und nun ist Onnen auf der Suche nach den perfekten Worten für einen Heiratsantrag.

Während einem Spaziergang sieht er auf einem Schild "Schmiedelehrling gesucht". Das Sonderbare? Es sieht aus wie eine Bücherei. Onnen, selbst etwas sonderbar, will der Sache nachgehen und bekommt den Job aus Versehen. Doch wieso kommen niemals Kunden herein, wie kann sich das Haus halten? Und wohin verschwindet der seltsame Bibliotheksleiter den ganzen Tag lang? Und am Wichtigsten: wird Onnen die richtigen Worte für seinen Antrag in den Untiefen der Bibliothek finden?

 

DAS ist mein absolutes Lieblingsmanuskript dieses Jahr. Ich habe das Wort "Bibliothek" gehört, es in 3 Stunden durchgelesen und war verliebt - genau wie Onnen. Es ist malerisch, liebenswürdig, schrullig, einfühlsam und bibliophil.

Ich habe Buchwissenschaft studiert, damit ich nie wieder Mathe machen muss und doch ist der mathematisch-strukturierte Onnen und seine Queste nach einer passenden Liebeserklärung das niedlichste und romantischste, was mir seit langem begegnet ist. Ich liebe es, wenn Beziehungen in Büchern individuell sind, wenn sie nicht allgemein vorhersehbar wiedergekäut wurden, sondern zu den Charakteren passen. Und hier passt wirklich jeder Arsch auf jeden Eimer, um es mal auf platt zu sagen.

 

Bitte, wenn ihr jemals auf eine Empfehlung von mir gehört habt: kauft dieses Buch. Es ist nur eine Novelle unter 200 Seiten, falls ihr es nicht mögt, habt ihr nicht viel Zeit verschwendet.

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zuletzt aktualisiert 14.12.2018