Stefan Bachmann - Die Seltsamen ♠♠♠♠

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Vielen Dank an Frau Decker für die Zusendung eines Rezensionsexemplars!

 

"Sie kamen des Nachts über die Soldaten - Kobolde und Satyre, Gnome, Irrwische und jene anmutigen, spindeldürren weißen Geschöpfe mit den schwarzen, schwarzen Augen."

 

Eines Nachts öffnet sich im englischen Bath ein Portal: Feenwesen aller Arten kommen hindurch und nach einem schrecklichen Krieg leben sie nun im Einklang mit den Menschen. Die reinrassigen Sídhe sind inzwischen anerkannt und füllen sogar Regierungsämter aus. Verhasst und verachtet hingegen sind die Mischlinge, die Seltsamen. Sie müssen sich verstecken und um ihr Leben fürchten.

Dies ist die Geschichte von Bartholomew, einem Mischling, und Arthur Jelliby, einem Abgeordneten der Regierung. Beide beobachten sie Vorgänge, die nicht für ihre Augen bestimmt sind: Bartholomew sieht, wie eine für sein Viertel viel zu elegant gekleidete Frau den Nachbarsjungen mitnimmt, Arthur kommt dem Justizminister, einem Sídhe, auf die Schliche. Zeitgleich spült die Themse 8 Kinderleichen an: alle sind innen hohl. Und dann verschwindet Bartholomews Schwester Hettie. Es dauert nicht lange, bis Arthur und Bartholomew aufeinander treffen und sich ihre Handlungsstränge zu einem spannenden Abenteuer verbinden...

 

Viel ist in den letzten Wochen über dieses Buch und seinen Autor geschrieben worden und es hat tatsächlich jedes Lob verdient. Beeindruckend ist natürlich die Geschichte des Autors, Stefan Bachmann: er studiert seit seinem 11. Lebensjahr an einem Schweizer Konservatorium und hat dieses Buch im Alter von zarten 16 geschrieben.

Doch auch das Buch selbst kann sich sehen lassen: spannend, mitreissend und mit einer malerischen Sprache fasziniert es von Anfang bis Ende. Ich hatte eine Leseprobe, wo der Text auf Seite 2 beginnt und der Prolog hat mich sofort verzaubert. Diese magische Sprachwahl lässt im Hauptteil etwas nach, mindert aber nicht das Lesevergnügen.

Als Fan des Steampunks haben es mir die Schilderungen der mechanischen Vögel und hilfreiche Automaten im viktorianischen London natürlich besonders angetan.

Außerdem faszinieren mich fremde Sprachen, besonders erfundene, daher war ich von der eleganten Sprache der Sídhe (die leider nur sehr selten vorkommt und auch nicht übersetzt wird) begeistert.

Neben der schönen Sprache der Sídhe und der farbenprächtigen Sprache des Herr Bachmann schlagen die cineastisch anmutenden Beschreibungen zu Buche.

Insgesamt also ein angenehm zu lesendes Buch, mit einer spannungsgeladenen Geschichte und einer Sprache, die sich im Kopf sofort in fantastische Bilder verwandelt.

 

Da ich ein Vorabexemplar erhalten habe, kann ich über die finale Ausstattung leider nichts sagen.

 

Band 2 soll bereits im Herbst 2014 erscheinen.

 

~ Lilith ~

24.03.2014


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Kommentare: 1
  • #1

    Adam (Dienstag, 01 April 2014 23:05)

    Das klingt durchaus sehr spannend, nach einem faszinierenden Mix aus Fantasy, Steampunk und Krimi!
    Sehr erfreulich und wünschenswert finde ich diese Tendenz aus den veralteten Genre-Schubladen auszubrechen um freier und kreativer zwischen ihnen zu springen, da so starre, begrenzte Schubladen im XXI. Jahrhundert einfach keine Berechtigung mehr haben.