Laura Whitcomb - Silberlicht ♠♠♠

erschienen im Pan Verlag, 2010

 

Vielen Dank an Frau Zeitzen für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Download
Leseprobe
LP_Silberlicht.pdf
Adobe Acrobat Dokument 166.0 KB

In den USA schon lange Kult, jetzt endlich bei uns: Die Muse Helen begleitet seit 150 Jahren Dichter und Denker in Amerika (unter anderem Emily Dickinson). Eines Tages trifft sie auf James, der sie sehen kann, da er in den Körper eines Jungen gefahren ist.

 

"Jemand sah mich an; ein seltsames Gefühl, wenn man tot ist."

 

Natürlich verlieben sich die zwei einzigen ihrer Art ineinander. Helen bekommt den Körper  der streng christlichen Jenny anzupassen und muss sich an deren Leben anpassen um nicht aufzufallen. Gegen Ende wird es richtiggehend spannend, als die beiden um ihre Liebe kämpfen und eine Lösung für ihre Körperlosigkeit finden müssen.

 

Die Idee ist sehr schön, leider nur sehr kurz (300 Seiten) ausgeführt. In einer sehr einfachen Sprache geschrieben baut Whitcomb jedoch viele literarische Anspielungen ein und auch die sporadische "antike" Sprache der Protagonisten ist gut umgesetzt.

Leider konnte ich mich in keine der Figuren gut einfinden, Helens Geschichte wurde zwar ausführlich erklärt, wieso ihr die Bewachung von James aber gewährt wird, bleibt offen und auch seine Seite ist ungeklärt.

Das kitschige Ende ist vorhersehbar und fällt sehr kurz aus, auch hier hätte man mehr erklären können.

Zusammenfassend ist es wohl eher ein Buch für die Edward- Anhimmlerinnen, die auf einfache Liebesgeschichten mit christlichen Motiven stehen.

 

Zum Schluss noch etwas positives, was man auf dem Bild leider nicht sieht: das wunderschöne Cover, welches im Licht fluoresziert - Silberlicht halt.

 

von Lilith


Kommentar schreiben

Kommentare: 0