Ransom Riggs

Homepage des Autors (mit mehr Bildern, sowie Videos)

 

"Die Insel der besonderen Kinder" wurde vom Meister der abstrusen Märchen, Tim Burton, verfilmt - hier meine ausführliche Rezension des Films.

Miss Peregrine's Home for Peculiar Children

1. Die Insel der besonderen Kinder ♠♠♠♠

erschienen 2011 im Pan Verlag

 

Vielen Dank an Frau Zeitzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Leseprobe

 

In einem Wort? Seltsam.

Es beginnt mit dem (wie ich finde) gruseligen Hobby des Autors, auf Flohmärkten alte und mysteriöse (Kinder-)Bilder zu sammeln. Dazu gehört beispielsweise auch das Cover: ein Mädchen, das zu schweben scheint. Da es unmöglich ist, jetzt noch die Geschichte der anonymen Models rauszufinden, hat er sich seine eigene ausgedacht: Die Insel der besonderen Kinder.

 

"Mir war immer klar gewesen, dass ich sonderbar war.

Aber ich hätte nicht im Traum gedacht, besonders zu sein."

 

Jacob Portman hat eine behütete Kindheit in Amerika. Seine Eltern lieben ihn und sein Opa Abraham erzählt ihm märchenhafte Geschichten von einem Heim, in dem Kinder magische Fähigkeiten haben. Wie jedes Kind hört er jedoch eines Tages auf, an die Geschichten zu glauben und tut sie als Spinnereien eines alten Mannes ab.

Doch dann stirbt Abe und Jacob entdeckt, dass sein Opa gar nicht so verrückt war. Er fliegt nach Europa und findet die Insel der besonderen Kinder, die in großen Schwierigkeiten stecken...

 

Das Buch ist märchenhaft geschrieben - die ersten Seiten war ich überzeugt, dass es erst die Einleitung des Autors ist, so real kam es mir vor. Die Bilder dazwischen machen die Geschichte gruselig realistisch und das Layout des Pan-Verlages ist wieder wunderschön geworden.

Nur das Ende ist etwas seltsam und lässt einen verwundert und kalt in der Realität zurück.

 

~ Lilith ~

2011


2. Die Stadt der besonderen Kinder ♠♠♠

Vielen Dank an Frau Kohl für die Zusendung eines Testleserexemplars!

Zum einfacheren Lesen der Leseprobe einfach doppelt auf das Widget oben klicken.

 

Band 2 macht direkt dort weiter, wo die "Kinderinsel" aufgehört hat: nach dem Kampf um das verzauberte Kinderheim treiben Jakob und seine besonderen Freunde auf dem offenen Meer und versuchen, eine neue Heimat zu finden. Ihre Beschützerin Miss Peregrine ist bei dem Überfall jedoch verletzt worden und kann sich nicht mehr aus ihrer Vogelgestalt befreien.

Die Kinder begeben sich auf einen gefährlichen Roadtrip, bei dem ihnen langsam die Zeit davon läuft. Doch die Zeit ist nicht ihr einziger Gegner: weiterhin werden sie von Wights und Hollows gejagt und erfahren unterwegs immer grausamere Details über deren Experimente, Unsterblichkeit zu erlangen...

 

Da es mit der Handlung wie gesagt direkt weiter geht, lautet mein Tipp: vor dem Lesen unbedingt nochmal in den ersten Band reinschauen! Man ist schnell mit den Begriffen überfordert, wenn man - wie ich - das Buch seit 2011 nicht mehr in der Hand hatte. (An dieser Stelle dank ans Spoilerparadies für die schnelle Einführung.) Es gibt zwar eine Vorstellungsrunde mit den besonderen Kindern, aber eine erneute Vorstellung der Gegner findet leider nicht statt.

Das Motto von Ransom Riggs' Leben scheint zu sein "Glaubt den Geschichten, sie sind alle wahr": nachdem im ersten Band Jakob feststellen musste, dass die Geschichten seines Grandpas real sind, finden die Kinder diesmal heraus, dass das Buch der "Erzählungen von Besonderen" nicht etwa Märchen sind, sondern Hinweise, die ihnen bei ihrer Queste nach jemandem, der Miss Peregrine helfen kann, behilflich sind.

Der Band spielt nicht wieder in verschiedenen Zeiten (bis auf kurze Ausnahmen), sondern bleibt in 1940, was uns grausige Szenen im zerbombten London beschert, bei denen ich mich manchmal fragte, welcher Jugendliche das lesen möchte. Als bekennender London-Fan konnte ich es nur schwer ertragen, meine geliebte Stadt vor meinem inneren Auge so zerstört zu sehen. Ein Leckerli waren dafür die St. Paul's Kathedrale und das Grab von Christopher Wren, da ich es mag, wenn in extrem fantasievollen Geschichten die Realität einen Gastauftritt bekommt. Da muss ich doch beim nächsten Besuch mal drauf achten!

 

In diesem Band, so schien es mir zumindest, gab es mehr Bilder von Landschaften und weniger seltsame Kinderfotografien, was mir wesentlich angenehmer war. Auch wenn mich zB das Foto mit den toten Pferden immer noch etwas irritiert (Frage 1: wer fotografiert sowas? Frage 2: wo fotografiert man sowas? Frage 3: usw...), waren die Fotos diesmal eher Ansporn, umzublättern. Ich war gespannt, welches Foto Riggs diesmal bis ins kleinste Detail in die Geschichte eingeflochten hatte und wollte nach möglichen Unterschieden suchen.

 

Leider ist dieser 480 Seiten lange Roadtrip nur ein langer Prolog für Band 3. Am Ende ihrer Kräfte und am vermeintlichen Ziel erleben sie einen bitteren Verrat und müssen somit im nächsten Band von vorne anfangen. Das Ende war daher etwas enttäuschend und die Schlussszene ist recht kitschig geraten. Vermutlich werde ich mich dem Sog der bezaubernden Fotos von Band 3 dennoch nicht entziehen können... Bis auf das offene Ende ist das Buch jedoch ein Pageturner: ultraspannend. Die Kinder stolpern von einer Gefahr in die nächste und ich habe die 500 Seiten in 1,5 Tagen förmlich verschlungen.

 

"Du kannst dich nicht in jeder Sekunde schlecht fühlen. Lachen macht schreckliche Dinge nicht schlimmer, genauso wenig, wie sie durch Weinen besser werden."

 

 

~ Lilith ~

15.01.2015


3. Die Bibliothek der besonderen Kinder ♠♠♠♠

Vielen Dank an Frau Kessler für die Zusendung eines Rezensionsexemplars!

 

Im dritten und letzten Band der Besonderen-Trilogie sind Jake und Emma (fast) auf sich allein gestellt: alle ihre Freunde wurden von den Wights entführt und die beiden müssen sie endlich befreien. Ob ihnen ein Totengräber, ein Sammelwütiger und ein sprechender Hund dabei helfen können?

 

Juchu, als letzter Punkt im "Jahr der besonderen Kinder" nun endlich der dritte Band! Und mit einer Bibliothek? Ich bin gespannt. Und spannend ist es wie in den beiden Vorgängern geblieben: die 450 Seiten sind ein Pageturner und man ist im Nu damit durch! Erneut präsentiert Riggs wahnsinnige Charakterköpfe, kopfverdrehende Wendungen und aufwendige Welten. Ein fulminanter Abschluss mit einem zauberhaften letzten Satz, den wir uns besonders zur hektischen Weihnachtszeit mehr zu Herzen nehmen sollten.

 

Ein Manko habe ich jedoch: es ist als Bibliophile für mich unverzeihlich, dass der Verlag den dritten Band nur als Paperback herausbringt und nicht als tolles Hardcover wie die ersten beiden. Wie sieht das denn im Regal aus? Denkt doch mal an Ästhetik! A propos Ästethik: wie leider bei Droemer üblich scheint, strotzt der Text von Fehlern. Wirklich schade, wo sie doch so schöne Bücher herausbringen.

 

~ Lilith ~

29.11.2016


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Kommentare: 1
  • #1

    Melanie (Sonntag, 18 Januar 2015 06:37)

    Halloechen Lilith,
    vielen Dank für die Buchvorstellungen! :)
    Vor ein 2 Wochen ist der 1. Band bei mir eingezogen...steht jetzt im "Unbedingt-bald-mal-Lesen-Regal". :)
    Viele Grüße, Melli