Stephen King - Das Mädchen ♠♠

Pan Verlag, 2011

 

Vielen Dank an Frau Zeitzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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Der "sanfteste King aller Zeiten" kommt mit einem fantastischen 3D- Wackelcover mit tollen Baumillustrationen an jedem Kapitelanfang.

 

Ich habe zwar keine Vergleichsmöglichkeit, da ich noch keinen King gelesen habe, aber ich kann dennoch versichern, dass dies hier definitiv ein Jugendbuch ist.

 

Die neunjährige Trish (die manchmal mit Ausdrücken um sich wirft, die für ihr Alter recht weit sind) leidet unter geschiedenen Eltern. Schlimmer noch, ihre Mutter plant "spaßige" Familienausflüge, bei denen sie sich mit Trishs Bruder streiten kann. Einer dieser Ausflüge führt in die Wälder New Englands, wo Trish nach einer Klopause nicht mehr auf den Weg zurück findet. Eine Odyssee durch Wald, Sumpf und Wahnsinn beginnt. Auf ihrem Weg wird sie begleitet von einem imaginären Tom Gordon (was den Originaltitel "The Girl who loved Tom Gordon" erklärt), seines Zeichens Closer bei den New York Red Sox (Baseball) und ihrem Walkman. Die imaginären Gespräche halten Trish halbwegs bei Verstand und die Ausflüge ihrer Mutter waren doch zu etwas gut: Wissen darüber, was in der Wildnis essbar ist.

 

Neben dem fantastischen Cover wollte ich das Buch lesen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man 300 Seiten mit einem verirrten Mädchen füllen kann. Wenn man Stephen King ist, kann man. Wie bereits gesagt, ist es, abgesehen von manchen altklugen Ausdrücken, ein Jugendbuch. Es passiert nicht viel, und partiell erinnerte es mich stark an Blair Witch Project: Mensch in Wald bildet sich böses Wesen ein. Ich gehöre allerdings nicht zu den Menschen, die sich gruseln, wenn andere Leute sich nicht sicher sind, ob sie bedroht werden, ergo war es ein interessanter Ausflug in die Wälder, bei dem man noch einiges übers Überleben lernen kann.

 

Es bleibt nur eine Frage offen: Wenn ich nach zwei Minuten merke, dass ich nicht dahin komme, wo ich hinwollte, dann gehe ich doch dahin zurück, als ich noch wusste, wo ein Weg war!?

 

"Außerdem kommst du vielleicht nie in Petes Alter, sagte die beunruhigende innere Stimme. Wie konnte man bloß eine so kalte und beängstigende Stimme in sich haben? Eine solche Verräterin an der eigenen Sache? Vielleicht kommst du nie aus diesem Wald heraus."


von Lilith


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