Wieland Freund - Die unwahrscheinliche Reise des Jonas Nichts ♠♠♠♠♠

erschienen im Beltz Verlag, 2009 

 

Vielen Dank an Frau Hoffmann für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

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Ein Wort: bezaubernd!

 

Der 12jährige Jonas Nichts wird eines Tages aus seinem ärmlichen Leben beim Wirt Brand gerissen und nach Schloss Wunderlich gebracht. Unterstützung bekommt er vom stummen Diener Ruben.

Eines Tages findet Jonas den Weg in ein mysteriöses Spielzimmer und stolpert durch den Schrank in das Land Kanaria. Hier beginnt die unwahrscheinliche Reise, in der Jonas viele neue Wesen kennenlernt, neue Freundschaften schließt und ganz neue Seiten an sich kennenlernt.

 

Freund hat eine wunderbare Sprache, die einen fesselt und mit tollen Satzkonstruktionen verzückt. Die Kapitel haben einzelne Überschriften wie z.B. "Das 2. Kapitel - wäre aufschlussreicher, wenn Peregrin nicht einschliefe" welche manchmal einen sofortigen Überblick verschaffen, aber auch neugierig machen.

In der Mitte hat das Buch einige Längen, bis es zu einem stillen Ende kommt. Keine fluminante Abschlussschlacht, mal was anderes, aber passend.

Leider war mir von Jonas' erster Begegnung mit Ole an klar, was es mit den Sonneberger Figuren auf sich hat und welche Rolle Alma und Irmingast spielen. Wie Jonas in diese Welt passt ist dennoch eine interessante Wendung. 

 

Es gibt wohl nur wenige Bücher, die man auf einer Party vermissen würde, aber als ich mich dabei ertappte, wie ich aus meinen Cocktailaccessoires ein Boot für den Wieflinger bastelte, merkte ich, dass Jonas dazugehörte.

Alles in allem ein wunderbares Buch, das sich durch die kurzen Kapitel auch fabelhaft zum Vorlesen (Gute-Nacht-Geschichte) eignen würde. Auch das tolle rote Cover mit dem Auge, das unsere Welt beobachtet und Lunettes Schatten sind schön gestaltet.

 

Lieblingssatz: Er setzte sein Lächeln auf wie einen Hut.

  von Lilith


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