Harry Potter Serie 1-4

1. Der Stein der Weisen ♠♠♠♠♠

In seinem ersten Jahr in Hogwarts lernt Harry, was es heißt, Freunde zu haben und ein Zauberer zu sein. Die Schüler werden gewarnt: sie dürfen den 3. Stock des Schlosses nicht betreten, wollen sie nicht eines grausamen Todes sterben.

Harry und seine neuen Freunde Hermine und Ron finden heraus, dass dort ein dreiköpfiger Hund lebt, der auf einer Falltür steht. Was bewacht der Hund? Wieso ist der Professor für Zaubertränke Snape immer gemein zu Harry? Und wieso riecht es unter dem Turban des neuen Professors so seltsam?

 

Der erste Potter. Ein Junge überlebt. Allein der erste Satz wird es für immer schaffen, mich sofort zu fesseln und in diese fantastische Welt hineinzuziehen.

Es ist wundervoll, es ist zauberhaft, es wird für immer eins meiner Lieblingsbücher bleiben. Ein Junge, der sein ganzes Leben lang nur drangsaliert und gehasst wurde, lernt endlich Liebe und Freundschaft kennen. Es ist so schön mitanzulesen wie Harry richtig auftaut. Ich war auch nie die beliebteste in der Schule und als ich anfing, Fantasy zu lesen, war ich ganz außen vor. Inzwischen hab ich einen Freundeskreis, der mich so nimmt wie ich bin und das ist ein fantastisches Gefühl. Daher liebe ich es, Harry dabei zuzusehen, wie ihm dasselbe Glück zuteil wird.


Hagrid, der riesenhafte Wildhüter, der Harry einführt und ihm zeigt, dass es eine Welt außerhalb der Dursleys gibt, ohne Schikane, mit echten Freunden und echter Liebe, wird immer ein Held meines Herzens sein. Als er sich mit Harry verabreden will, fragt er ihn nicht, sondern schickt ihm eine Eule, damit Harry auch mal Post bekommt. Er schreibt an alle ehemaligen Freunde von Harrys Eltern, weil er weiß, dass Harry keine Fotos von ihnen hat. Und natürlich wäre ohne seine schusselige Verplappertheit Harry, Hermine und Ron niemals dem Geheimnis von Nicholas Flamel auf die Spur gekommen...

2. Die Kammer des Schreckens ♠♠♠

Im zweiten Schuljahr in Hogwarts leben die Bewohner des Schlosses in Angst und Schrecken: Schüler, Lehrer und Geister fürchten sich vor einem gesichtlosen Monster, das in der Schule hausen soll. Harry und seine Freunde finden heraus, dass es anscheinend eine "Kammer des Schreckens" im Gebäude gibt, in dem der "Erbe Slytherins" sein gefährliches Haustier versteckt haben soll. Trotz diverser Verdächtiger kommt niemand auf den eigentlichen Schurken. Bis es zu spät ist und Harry mal wieder in größter Gefahr schwebt...

 

Der zweite Band ist ebenso fesselnd wie der erste. Dumbledore muss Hogwarts verlassen, obwohl doch jeder weiß, dass er den einzigen Schutz gegen Voldemort darstellt. Was mir aufgefallen ist war, dass bereits in diesem Band die Beziehung zwischen Ginny und Harry zarte Blüten treibt. Sie wendet sich an ihn, um sich ihm anzuvertrauen und sie haben mehrmals Kontakt, was in den Filmen völlig untergegangen ist.

Faszinierend, was man so alles neu entdeckt, nachdem man jahrelang nur die Filme genossen hat...

3. Der Gefangene von Azkaban ♠♠♠♠

Der gemeingefährliche Mörder Sirius Black ist aus dem Zauberergefängnis Askaban entflohen. Und er ist auf der Jagd nach Harry Potter... und Harry rennt natürlich wie immer seinem Tod entgegen. Horst.

Und wie wird sich der diesjährige Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste schlagen?

 

Der dritte war immer mein Lieblingsfilm aber nach erneutem Lesen fallen einem doch die offensichtlichen Änderungen (und derer sind da viele) auf. Wie Lupin an die Karte kommt, wie die Rettung abläuft (der Zauberspruch "Bombarda!" erschien mir immer furchtbar unsinnig, wenn es doch Alohomora gibt), die Hogsmeade-Ausflüge (von denen es im Film ja nur einen gibt), etc...

Dennoch ist der dritte Band weiterhin mein Liebling: Sirius, Remus (Schokolade!), die Karte, Seidenschnabel, der Zeitumkehrer, Hermine flippt aus - es ist einfach durchgeknallt und wunderbar.

 

"Ich hatte schon [Schokolade]", sagte Harry. "Professor Lupin hat mir ein Stück gegeben. Er hat sie an uns alle verteilt."

"Ach, das war nett von ihm", sagte Madam Pomfrey anerkennend. "Also haben wir endlich einen Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, der seine Gegenmittel beherrscht?" 

 

30.07.2014

4. Der Feuerkelch ♠♠♠♠

Im vierten Band lernen wir die Zaubererwelt besser kennen: zunächst fährt Harry mit den Weasleys zur Quidditch-Weltmeisterschaft und dann richtet Hogwarts das berüchtigte Trimagische Turnier aus, zu dem Studenten aus Frankreich und Osteuropa kommen. Internationale Beziehungen werden gestärkt, interne Konflikte flammen aber auf. Und Voldemort lauert natürlich auch noch im Hintergrund...

 

Der vierte Potter wurde dank seines Umfangs bei der Verfilmung ziemlich gekürzt. Es beginnt direkt am Anfang, mit der WM. Wer das Buch nicht gelesen hat, wird nie das famose Spiel sehen, das uns allen gezeigt hat, dass das Fangen des Schnatzes nicht automatisch den Gewinn des Spiels bedeutet: Krum fängt den Schnatz, aber Irland gewinnt die Weltmeisterschaft. Ein Meisterwerk! Wer das Buch nicht kennt, kennt keinen Wronski-Bluff!

 

Außerdem wurde der gesamte Plot um Hermines Hauselfen-Revolution und Winky gestrichen. Wie konnte ich vergessen, dass man eine Birne kitzeln muss, um in die Küchen zu kommen? Ist das niedlich!

Was ich jedoch nicht verstehe: als Harry versucht, für die zweite Prüfung ein Kraut sucht, gibt im Film Neville ihm den entscheidenden Hinweis. Im Buch war es jedoch Dobby. Dobby war in den Filmen, wieso hat man ihm diese Szene verwehrt?

 

Wieder ein spannender Potter, der durch die internationalen Verwicklungen und die vielen undurchsichtigen Intrigen (Was geht mit Moody? Wieso will Crouch helfen? Ist Karkarov böse?) ein Pageturner ist. Und ein Plädoyer für die unterschätzten Hufflepuffs. Yeah.

 

PS: IIIHHH, Rita Kimmkorn!

 

~ Lilith ~

04.03.2015


Kommentare: 1
  • #1

    Adam (Montag, 08 September 2014 15:57)

    Wie rezesiert oder kommentiert man die Harry-Potter-Buchreihe ohne dabei selbst in einem Roman auszuarten? ;)

    Nun, auch ich beklagte von der Grundschule bis zur Universität ein Dasein als Außenseiter und Einzelgänger, der in der ganzen Schullaufbahn weniger Freunde fand als er Bücher pro Halbjahr las, doch gerade wir bibliophilen Nerds wachsen oft zu Autoren heran, die Liebe zum geschriebenen Wort tief in uns verankert, weswegen auch die Anzahl von Hauptcharakteren, die unser Schicksal teilen, gestiegen ist. Doch es liegt keineswegs allein an Sympathie, Mitgefühl und geistiger Verwandschaft, dass uns Harry so in seinen Bann zieht.

    Der Autorin ist es gelungen eine vollkommen neue Welt zu schaffen, so überzeugend, so schlüssig, so konsistent, mit soviel Liebe zum Detail, dass obwohl diese vollkommen fernab unserer Realität liegt, sie dennoch nur eine versteckte Nische unserer eigenen Welt zu sein scheint, nicht wie Gondor oder Moria in fernen Fantasien beheimatet, sondern lediglich hinter der nächsten Ecke verborgen.
    J. K. Rowling schuf kein Märchen, keinen Mythos mit zahlreichen Fans, sondern eine Legende,eine Welt deren Bewohner viele von uns sind.

    Wegen des hysterischen Hypes war ich anfänglich sehr skeptisch und abgeneigt, doch bereits die ersten Zeilen fesselten mich und ich habe die Buchreihe nicht nur sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch gelesen, ich habe diese Bücher auch häufiger gelesen als jedes andere Buch.

    Meine Favoriten sind Teil 1 (kein anderer bringt so mitreißend den Zauber der Kindheit und Weihnachsstimmung rüber wie dieser), Teil 3, welchen ich aus vielen Gründen besonders mag und Teil 4, der auch viele schöne Höhepunkte beinhaltet, nicht zuletzt Luna Lovegood (und als Sahnehäubchen oben drauf David Tennant in der Verfilmung).