Daniel Keyes - Flowers for Algernon (Blumen für Algernon)

Charlie Gordon ist Anfang Dreißig, arbeitet als Laufbursche in einer Bäckerei und hat einen IQ von 68. Der Wunsch dieses Mannes ist es, sich mit all den klugen Leuten um ihn herum auf gleicher Augenhöhe zu unterhalten und viele Freunde zu finden.

So wird er Versuchsobjekt eines Forschungsprojekts, bei dem der Intelligenzquotient durch eine Operation gesteigert werden soll. Vor Charlie wurde diese Operation bisher nur, dafür aber erfolgreich, an der Maus Algernon durchgeführt.

Charlie wird operiert und verliert er anfangs noch bei Spielen gegen die kluge Maus, so wird doch relativ schnell klar, dass er nun den IQ eines Genies besitzt. Und Charlie beginnt zu lernen. Er liest und verschlingt alles Wissen, das er in die Finger bekommt. Schnell kann er sich mit seinen Mitarbeitern in der Bäckerei unterhalten. Noch schneller ist er ihnen entwachsen und durchschaut ihre Machenschaften. Schnell hat er auch nicht mehr das Bedürfnis, mit Studenten, und schließlich auch nicht mehr mit Professoren zu sprechen. Denn keiner kann ihm und seinem phänomenalen Verstand das Wasser reichen.

Auch lernt er, dass viele Dinge, an die er früher geglaubt hat, nicht so sind, wie sie ihm schienen. Vermeintliche Freunde beginnen, ihn abzulehnen und er verliert seinen Job in der Bäckerei. War er vor der Operation Witzfigur und Pausenclown seiner Arbeitskollegen, ein dummer aber liebenswerter Kerl, so hat er jetzt das andere Extrem erreicht. Nun ist es seine überragende Intelligenz, die ihn mit den ihn umgebenden Menschen entzweit.

Eines Tages rebelliert er und läuft davon, um sich selbst und die Welt zu erfahren. Auf seiner Reise begleitet ihn nun Algernon, die kluge Maus.

Für eine Weile geht alles gut. Doch eines Tages stellt Charlie fest, dass Algernon sich seltsam verhält. Mal ist er apathisch, mal aggressiv. Und manchmal scheint es, als würde seine Intelligenz sinken.


Die Buch erzählt Charlie Gordons Geschichte in Form seiner eigenen Tagebucheinträge, die er für die Wissenschaftler verfasst. Anhand dieser Berichte lässt sich auch Anstieg seines Intelligenzquotienten erkennen: Sind die Einträge anfangs noch voller Rechtschreibfehler, so verbessern sich seine Orthographie und sein Schreibstil nach der Operation zusehends.

Die Geschichte begleitet Charlie auf seinem Weg aus der kindlichen Unmündigkeit hin zum Erwachsenen. Der Unterschied zu anderen Geschichten über das Erwachsenwerden ist, dass Charlie diese Entwicklung in nur wenigen Monaten durchmacht. Und dementsprechend schmerzhaft und verwirrend ist seine Reise auch – bis hin zum bitteren Ende. Angereichert wird die Geschichte zudem mit Erinnerungen Charlies an seine Kindheit. Daran, dass seine Mutter zuerst seine niedrige Intelligenz als Faulheit deklarierte und sie ihm unter anderem durch Strafen austreiben wollte. Und seine Existenz schließlich, nach der Geburt seiner kleinen, „normalen“ Schwester, verdrängte.

Das Ende der Geschichte ist – ohne Frage – traurig. Aber trotzdem – irgendwie – voller Hoffnung.


Mein persönliches Kommentar zu diesem Buch wäre: Lesen, einfach lesen!


„April 6 –

Today, I learned, the comma, this is, a, comma (,) a period, with, a tail, (…)

But, she says, everybody, uses commas, so Ill, use them, too,,,,“


„I dont no why Im dumb agen or what I did rong. Maybe ist because I dint try hard enuf or just some body put the evel eye on me. But if I try and practis very hard mabye Ill get a littel smarter and no what all the words are.“


Sarabandi


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