Markus Zusak - Die Bücherdiebin ♠♠♠♠

erschienen bei Blanvalet, 2009


Liesel Meminger verliert in jungen Jahren ihre Eltern und ihren Bruder. Fortan lebt sie in der Himmelstraße bei München und lernt verschiedene Leute kennen und lieben. Vor allem aber liebt sie Bücher, und es muntert sie nichts mehr auf, als ihr nächstes Exemplar zu stehlen. Einer Person aber stiehlt sie das Herz: dem Tod, der ihre Geschichte erzählt.

 

Kennen Sie diese Sätze, die dadurch schön werden, dass sie wahr sind? Markus Zusak kennt sie bestimmt, denn er hat unzählige von ihnen in Petto. Manche von ihnen werden nur durch den Zusammenhang fantastisch, andere funktionieren auch so. Alle von ihnen im Gedächtnis zu behalten ist unmöglich, aber sie stehlen einem jedes Mal ein Lächeln.

Obwohl ich durch das Zweite-Weltkrieg-Thema etwas abgeschreckt war, bin ich doch froh, das Buch gelesen zu haben. Am Anfang spielt er sich nur im Hintergrund ab und selbst als er am Ende ausbricht, will man weiterlesen.

Dass der Tod hierbei der Erzähler ist, vergisst man manchmal, da meist aus Liesels Sicht beschrieben wird. Dass er dabei manchmal sogar den Ereignissen vorgreift, mag störend erscheinend, ist aber so in minimal in die Geschichte eingeflochten, dass einem meist erst später auffällt, dass man es schon wusste.

 

Zusak ist jemand, der famos mit Worten umgehen kann und seine Übersetzerin hat wahrlich einen fantastischen Job gemacht, diese Wortzaubereien ins Deutsche zu übertragen.

Ein Buch, das einem das Herz wärmt, die Seele streichelt und mit einem Lächeln zurücklässt.

 

Ein Buch, zwei Cover, selber Inhalt: links die Ausgabe für Erwachsene und rechts für Jugendliche. Dennoch sollte man das Buch nicht vor 14 lesen.

 

~ Lilith ~


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