Brent Weeks: Der Weg in die Schatten

 

Blanvalet, 2009

 

Durzo Blint ist ein Blutjunge, besser gesagt, der beste Blutjunge von Cenaria. Eines Tages nimmt er, widerwillig, den Straßenjungen Azoth bei sich als Lehrling auf. Der Junge bekommt einen neuen Namen und eine grundlegende Ausbildung, die von Schreiben und Lesen, über Gifte mischen und Kämpfen bis hin zu Etikette und Tanzen reicht.

Tagsüber wächst Azoth als Kylar Stern bei dem Grafen Drake auf und lernt den zukünftigen Herzog Logan Gyre kennen; des nachts lernt er zu morden.

Zu seiner Vergangenheit auf der Straße, seinen Freunden Jarl und Puppenmädchen, hat er keinen Kontakt mehr. Mit der Zeit wird er ein sehr guter Auftragsmörder, doch um ein wahrer Blutjunge zu werden fehlt ihm eins: die Magie.

Um sie wirken zu können, braucht er ein magisches Artefakt. Doch als er es schließlich in die Finger bekommt, steht ihm plötzlich sein eigener Meister, den er mittlerweile als eine Vaterfigur verehrt, feindlich gegenüber, die Freunde aus seiner Vergangenheit tauchen wieder auf und Cenaria ist das Ziel einer feindlichen Offensive.

 

Was ein Buch! Ich habe es aufgrund einer Empfehlung gekauft und aufgrund eines sehr ansprechenden Covers.

Der Stil des Romans ist flüssig geschrieben und spannend zu lesen. Am Anfang sind die Namen, die verschiedenen Länder und Einflüsse in der Stadt Cenaria nicht leicht nachzuvollziehen, aber nach ein paar Seiten hat man sich eingelesen.

Die Geschichte selbst ist grandios. Sie ist in der Stadt Cenaria angesiedelt, der ein Marionetten-König vorsteht und die eigentlich von den Herren der Unterwelt, den Sa'Kagé und dem Shinga beherrscht wird. Im ersten Drittel des Buches wird ein düsteres Szenario im sogenannten „Labyrinth“, den Slums der Stadt, entworfen, in dem die meisten der Hauptcharaktere agieren. Im zweiten Drittel geht es hauptsächlich um die Einführung und Entwicklung verschiedener Handelnder, während sich am Ende des Buches die Ereignisse einfach nur noch überschlagen.

Die Darstellung der Charaktere hat mir gut gefallen. Die beiden Mächtigen des Labyrinths, Momma K. und Durzo Blint sind beide zu Anfang unnahbare Charaktere, die doch am Ende menschlicher sind, als sie zugeben möchten. Und Azoth versucht, sich selbst in den Geschehnissen, in die er verwickelt wird, nicht zu verlieren.

 

„Der Weg in die Schatten“ ist ein fantastischer Auftakt einer sehr spannenden, wundervollen und mitreißenden Trilogie!

 

Ausnahmsweise habe ich keine Zitate – ich hatte keine Zeit, sie raus zuschreiben, ich war zu sehr damit beschäftigt, zu lesen. - Aber hier unten gibt es eine Leseprobe! ^^

 

von Sarabandi


Kommentar schreiben

Kommentare: 0