Dan Wells: Ich bin kein Serienkiller

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Piper, 2009

 

John Wayne Cleaver ist 15 Jahre. Er wohnt mit seiner Mutter zusammen und hilft ihr ab und an bei ihrer Arbeit. Eigentlich nichts ungewöhnliches. Allerdings ist die Arbeit ein Bestattungsunternehmen und John ist ein Soziopath mit einer Passion für Serienkillern.

Um nicht selbst einer zu werden, denn darin sieht er sein Schicksal, gegen das er täglich ankämpft, hat er sich feste Regeln im Umgang mit Menschen aufgestellt. Wenn er gewalttätige Gedanken hinsichtlich einer Person hegt, sagt er dieser statt dessen etwas nettes, u.ä.

Doch dann beginnt in seiner Heimatstadt Clayton ein Serienkiller sein Unwesen zu treiben. Die Leichen der Ermordeten landen natürlich beim ortsansässigen Bestattungsunternehmen auf dem Tisch, also bei seiner Mutter - und John ist fasziniert.

Eines nachts findet er durch Zufall heraus, wer der Mörder ist. Da ihm niemand glauben würde, beschließt er, den Mörder selbst zu stellen.

Zu diesem Zweck lässt er schließlich auch das Monster, dass er mit seinen festen Regeln in sich selbst gebannt hat, frei - und schließlich muss er nicht nur gegen den Killer, sondern auch gegen sich selbst kämpfen.

 

Mein broschiertes Exemplar ist mit einem sog. "rough cut" versehen, was dem Buch direkt etwas faszinierend anderes verleiht.  Die Covergestaltung ist angenehm spannend, aber nicht überladen gestaltet und das Design wiederholt sich bei jedem Kapitelanfang wieder.

Der Autor hat einen ziemlich guten Stil, bei dem keine Langeweile aufkommt. Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, hat man auch immer wieder, bzw. ständig Einblicke in die Gedankenwelt des Hauptcharakters, was überaus spannend und interessant ist.

Und auch humoristische Elemente kommen nicht zu kurz. Besonders amüsant sind Johns "Komplimente" und die Gespräche mit seinem Therapeuten.

Am Anfang hielt ich das Buch für einen normalen Thriller (steht auch drauf), bis ich auf das Fantasy-Element in diesem Buch stieß, was mich ziemlich überrascht hat.

Aber das Phantastische ist meiner Meinung nach nicht das interessanteste in diesem Buch, sondern ist tatsächlich das "gedankliche Innenleben" des Hauptcharakters. - Und dieses an den Leser zu bringen, ist dem Autoren wirklich gelungen!

 

von Sarabandi


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