CHristopher Moore - Blues für Vollmond und Kojote

Der junge Versicherungsmakler Sam Hunter hat Erfolg, einen neuen Mercedes sowie eine tolle Eigentumswohnung in einer Luxusanlage. Zum perfekten Glück fehlt scheinbar nur eine Freundin, da begegnet er der hinreißenden Calliope. Doch Calliope bringt mehr mit sich als Schönheit und Charme und plötzlich steht Sams Leben auf dem Kopf. Trotz Flucht in seine Karriere kann Sam nicht verhindern, dass ihn sowohl seine Vergangenheit als auch sein Schicksal einholen: "Sam Hunter" ist nämlich nur die amtliche Verballhornung seines richtigen Namens "Samson hunts alone" - Sam ist Crow-Indianer und entstammt einer Familie von Schamanen des Kojote-Gottes. Schon bald wird er von einem mysteriösen und Unfug treibenden Indianer verfolgt, übernatürliche Dinge geschehen und zu allem Überfluss beschweren sich die versnobten Nachbarn über seinen Hund, der nachts in Sams Appartement den Mond anheult. Nur dass Sam gar keinen Hund hat...

Was Christopher Moore auszeichnet ist, dass er nicht nur unglaublich witzig schreiben und seinen Lesern so manches Lachen entlocken kann, sondern, dass er es beherrscht, damit gleichzeitig sehr ernste und auch schwierige Themen anzusprechen oder Ideen auszudrücken, ohne dabei diese ins Lächerliche zu ziehen oder jemandem zu nahe zu treten.

Die Redewendung "...denn Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt" kennen wohl die Meisten nicht nur vom Hören, sondern auch aus eigenen Erfahrungen und in diesem Buch spricht Moore auf leichte, unterhaltsame Art und Weise an, dass das Schicksal manchmal ein mieses Miststück sein kann und an der sprichwörtlichen Ironie nicht geizt.

Besonders ansprechend und unterhaltsam sind die zahlreich eingestreuten Anekdoten aus der Mythologie, die Moore auf die lustige und dennoch lehrreiche Art des Tricksers vermittelt.

Dieses Buch zählt zu meinen absoluten Favoriten, nicht nur weil ich beim Lesen so oft gelacht oder gekichert habe, wie bei kaum einem anderen Buch, sondern es hat mir ein paar vom Herzen kommende Tränen entlockt, vor allem aber weil es mir inspirierende Denkanstöße zu interessanten Themen geliefert hat.

Ein rundum gelungenes Werk, dass jeden, der sich darauf einlässt, sehr berühren kann. Einige gute Lacher sind hingegen jedem Leser garantiert.

 

~ Adam ~

 

Zweite Meinung:

Kann ich voll bestätigen.

~ Lilith ~

21.11.2014


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