Bernhard Hennen: Elfenkönigin 

Heyne Verlag, Oktober 2009

 

Königin Emerelle, seit hunderten von Jahren die Herrscherin von Albenmark, wurde in einem blutigen Aufstand von Trollen und Kobolden gestürzt. Nun reist sie unentdeckt mit Ollowain, oder besser, dem wieder erwachten Falrach, durch Albenmark.

Einerseits will sie erkunden, ob die Trolle fähig sind, gerecht über Albenmark zu herrschen. Andererseits sucht sie nach der Antwort, wie sie die Seele ihrer großen Liebe Ollowain wieder in seinen Körper zurückholen kann.

Auf der Suche nach Antworten reist sie schließlich auch in das Verbrannte Land, das alte Herrschaftsgebiet der Drachen. Dort erhält sie von einem Orakel einen Hinweis auf den letzten noch in Albenmark verbliebenen Alben.

Sie reist zu ihm und wird vor eine der schwierigsten Entscheidungen ihres langen Lebens gestellt.

 

Emerelle einmal ganz anders, würde ich sagen. Der Roman bietet einen schönen Abschluß für die Kämpfe um und in Albenmark und liefert einige weiterführende Hinweise für die Elfenritter-Trilogie. Und Königin Emerelle, die große, ewige und unnahbarer Herrscherin der Elben wird, wie gesagt, einmal vollkommen anders dargestellt. Hier wird sie mal von ihrer "menschlichen", bzw. "elfischen" Seite dargestellt. Das klingt natürlich interessant, aber ich finde es sehr schade, da sie so viel von ihrer Würde und ihrem Glanz verliert (was natürlich auch beabsichtigt sein kann, in Anbetracht der Umstände).

Erst im letzten Kapitel ist sie wieder die verehrungswürdige Königin in ihrem bezaubernden Schmetterlingskleid.

Ansonsten ist es wie immer Bernhards Stil, der den Leser bezaubert und mitreißt!

 

"Sie hatte ein langes weißes Seidenkleid mit hochgeschlossenem Kragen und engen Ärmeln angelgt. Es war ganz ohne Schmuck und Stickerei. Sie spürte, wie ihr Ruf gehört wurde. Spürte das Erwachen. Bald war leiser Flügelschlag zu hören. Fast lautlos. Ein Schmetterling landete auf ihrer Hand. Seine zarten Schwingen erstrahlten in allen Regenbogenfarben."

 

von Sarabandi

 


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