William Goldman: S. Morgenstern's The Princess Bride

Jeder brave Fantasy-Nerd wird mich vermutlich steinigen, dass ich diesen Klassiker erst jetzt lese, und ich bereue es auch brav.

Nachdem ich mir das Buch 2010 in England gekauft hatte, lag es einige Zeit, bevor ich mich aufraffte, das Vorwort zu lesen. Und dann kam noch ein Vorwort, das kein Ende nahm. Ich war irritiert. War das die Geschichte? Und wieso die zwei Autoren? Seltsam. Ich legte das Buch beiseite und versuchte es erst dieses Jahr erneut. Nachdem ich bemerkt hatte, dass das erste Kapitel "The Bride" heißt, blätterte ich bis dahin vor und begann die Geschichte direkt zu lesen. Und sie war fabelhaft. Liebe, Mantel, Degen, Rache, Kampf, Drama - dieses Buch hat einfach alles, was beide Geschlechter an einer guten Geschichte zu schätzen wissen. (Wie Bernard Black sagte: "Sie ist über 30, single und muss einen Mann finden. Und sie hat 2 Tage einen nuklearen Krieg zu verhindern")

 

Also, worum es eigentlich geht: Buttercup (ja, so heißt das Mädel wirklich) ist das schönste Mädchen weit und breit. Sie verliebte sich einst in den Stallburschen, doch daraus wurde nichts und so soll sie nun den Prinzen des Landes (dessen Name Humperdinck nicht auf bestes Heiratsmaterial hinweist) heiraten. Doch dann wird sie entführt und ihr eigenes Abenteuer beginnt...


Ein ganz großartiges Buch, wie schon angedeutet - den Wust aus Vorwörtern muss man aber auch erstmal verstehen:

1. Ein Vorwort von Goldman über das fiktive Werk, das er gekürzt hat

2. Ein Vorwort von Morgenstern über das fiktive Werk, das er geschrieben hat

3. Ein Vorwort zum angeblichen zweiten Band "Buttercup's Baby", das wohl eher dazu dient, den ersten Band ordentlich abzuschließen als einen zweiten Band (der auch bis heute nicht erschienen ist) einzuläuten. 

 

Ich habe diese schlicht-schöne Taschenbuchausgabe, aber zum Jubiläum gab es vor zwei Jahren diese tolle illustrierte Hardcover-Ausgabe, für alle, die sie noch nicht kennen ;)

 

~ Lilith ~