Nathaniel Hawthorne - Der scharlachrote Buchstabe ♠♠♠

In meiner Ausgabe war eine Zusammenfassung, in der man schon alles erfahren hat. Einerseits ein bisschen doof, andererseits hilfreich, wenn man mit der alten Sprache nicht so gut klarkommt. Dadurch wurde die Geschichte schonmal etwas uninteressanter, da ich ja schon alles wussste. Aber egal. Die Geschichte der Esther Prynne, die ihren Mann betrogen hat und deshalb mit dem Mal der Schande gestraft wurde, klingt ganz interessant. Dennoch geht es in dem Buch um kaum etwas. Obwohl sich die Geschichte über 7 Jahre hinzieht, passiert im Prinzip gar nichts. Man könnte also leicht sagen, dass das Buch todsterbenslangweilig ist. Dennoch schafft Hawthorne es, den Leser durch seinen fantastischen Schreibstil vor das Buch zu fesseln. Man liest und liest und schwelgt in den Wörtern und stellt am Ende fest, dass überhaupt nichts passiert ist.
Ergo: fast volle Punktzahl für den besten Schreibstil, wenn auch (fast) ohne Inhalt. Das muss man erstmal hinkriegen.

 

von Lilith


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Kommentare: 1
  • #1

    aggakastell (Donnerstag, 24 März 2011 20:13)

    Hier muss ich leider widersprechen. Es geht um eine Frau, die für einen Fehler von der Gesellschaft mit Ächtung gestraft wird und lernt, damit zu leben. Am Ende der Geschichte ist der scharlachrote Buchstabe, den sie als großes, rotes A=Adulteress (Ehebrecherin) auf ihrer Kleidung tragen muss, nicht mehr das Zeichen der Schande, sondern ein Zeichen der Hoffnung für alle, denen sie beisteht, hilft und selbstlos unterstützt.