Jo Lendle: Was wir Liebe nennen ♠♠♠

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Nach meiner Besprechung seiner Lesung im Literaturbüro hier nun die Rezension des dazugehörigen Werkes...

 

Lambert ist Zauberkünstler und mit seinem Beruf eigentlich nicht glücklich. Dennoch fährt er auf eine Zaubererkonferenz in Kanada. Auf seiner Reise dahin begegnet ihm viel Chaos: sein Flug wird umgeleitet, er wird fast angefahren und trifft die charmante Fe. Eigentlich hat er zu Hause Andrea sitzen, die sehnsüchtig auf Nachrichten von ihm wartet, und doch zieht er mit Fe um die Häuser und verliebt sich ein wenig in sie. Wird Lambert nach Deutschland zurückfliegen, zurück zu Andrea, zurück in sein altes Leben? Oder hat Fe ihren eigenen Zauber erfolgreich gewirkt?

 

Wie schon bei der Lesungsrezension festgestellt, ist das Buch sehr ruhig, aber auch sehr witzig. Jo Lendle schreibt ohne Hektik, er nimmt sich für jeden Satz Zeit und für jede Beobachtung den gewünschten Raum. Dadurch ist das Buch einerseits perfekt zum Vorm-Schlafen-Lesen geeignet, andererseits zieht es einen am Tage mit gewitzten Dialogen in seinen Bann.

 

Gegen Ende, als die Wortgefechte etwas weniger und dafür die internen Monologe etwas mehr wurden, hatte ich ein wenig Schwierigkeit, der Handlung folgen zu können - ich las abends vor dem Schlafengehen und wusste am nächsten Tag nicht mehr, was passiert war, weil sie einfach so ruhig dahinfließt. Doch auf den letzten 50 Seiten wird es nochmal richtig abstrus, als Lambert die bisher nur theoretisch besprochenen Thesen von Paralleluniversen und Eidechsenschwänzen hautnah erleben muss.

 

Ansonsten war es aber eine sehr schöne, kurzweilige Sommerlektüre, aus der man viele Zitate im Hinterkopf behält. 

 

"Zauberei dagegen gehörte nicht ins Reich der Wunder. Wahrscheinlich gab es keinen größeren Unterschied als den zwischen Wunder und Zauberei. Lambert beschloss, von nun an jeden Tag ein Wunder zu erleben."

 

Homepage Jo Lendle

Alle Bücher von Jo Lendle, erschienen in der Deutschen Verlagsanstalt

 

~ Lilith ~

02.07.2015


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