Rudolf Rach: Eine französische Geschichte 

weissbooks.w, Februar 2010

 

Paris: Jean Bart ist Verleger eines kleinen literarischen Verlages. Einer seiner Maximen lautet "Überlassen Sie das Schreiben den Autoren".

Als er in die Verlegenheit kommt, sich einen neuen Assistenten suchen zu müssen, setzt er dies auch bei seinem zukünftigen Angestellten voraus. Und dann kommt sie, Margot Rothier! Sie ist jung, attraktiv und bringt die besten Voraussetzungen für den Job mit. Zudem ist sie mit einem von Jeans wichtigsten Autoren bekannt.

Trotz aller contras entscheidet sich Jean schließlich, auch auf anfängliche Zustimmung seines Autors hin, Margot Rothier einzustellen. Doch nach der mündlichen Zusage gesteht sie ihm, dass sie gerade ihr erstes Manuskript verkauft hat, über dessen Inhalt sie jedoch bis auf weiteres schweigt.

Es ist ein Roman über ihre unglückliche Liebe zu eben jenem Autor, der bei Jean Bart veröffentlicht. 

Eine unangenehme Situation, jedenfalls für zwei der drei Involvierten.

 

"Eine französische Geschichte" ist ein sehr interessanter und spannender Roman über einen Verleger, seine Gedankenwelt und über Moral und die verschiedenen Vorstellungen davon. Jean Bart fühlt sich durch seine mündliche Zusage an Margot Rothier gebunden, steht aber auch in seiner Loyalität zu seinem langjährigen Autor. - Die Auflösung dieser Geschichte ist überraschend und beeindruckend.

Zudem bietet dieses Buch eine Fülle an weiteren Informationen und interessanten Themen, u.a. warum die Königin Margot so genannt wurde und wer Madame Patri war und was sie mit Picasso zu tun hatte.

 

Ein eindrucksvolles und sehr gut geschriebenes Buch, das sich zu lesen lohnt!

 

von Sarabandi





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