Simon R. Green: Die Dämonenkriege

1. Das Regenbogenschwert ♠♠♠♠

Rupert hat es nicht leicht: obwohl er in einer schönen Burg wohnt und ein angenehmes Leben führt, ist er nur der zweitgeborene Sohn und muss daher ständig mit seinem Tod rechnen, sollte ein Bürgerkrieg um die Thronfolge ausbrechen. Um dies zu verhindern und ihn loszuwerden, entsendet man ihn auf eine (hoffentlich) tödliche Mission: er soll einen Drachen erlegen.

Der Knabe hat mehr Glück als Verstand und findet dank der Mithilfe seines treuen Einhorns auch einen Drachen. Dieser ist jedoch nicht bösartig und gemein, sondern Schmetterlingssammler und wird von einer taffen Prinzessin terrorisiert.

Rupert und Einhorn schnappen sich also die beiden und fliegen heimwärts - doch hier beginnt die Geschichte erst: der Düsterwald, ein schwarzer Wald voller Dämonen, wächst plötzlich und droht, das heimatliche Königreich zu verschlingen. Da Rupert beim Drachen so erfolgreich war, muss er gleich wieder ran, die arme Socke. Gemeinsam machen sich die vier ungleichen Kameraden auf, das Unmögliche zu schaffen.

 

Eins gleich vorab: lasst euch bitte nicht von diesem super girly-mäßigen Cover ablenken. Simon Green würde ich in eine Schublade mit Harry Dresden/Jim Butcher packen, das ist derselbe Ton und Stil - also durchaus eher Lesematerial für Männer. Ich habe es auch geflissentlich ignoriert, aber nachdem 3 Messebesucher den Klappentext lasen und vor sich hinkicherten, habe ich einen Blick riskiert und wurde nicht enttäuscht: die abstruse Story um Drache, Einhorn, Kriegerprinzessin und Weichei ist großartig gelungen - spannend, witzig (sarkastisch) und die 600 Seiten vergehen wie im Flug.

Ich werde wohl aus Zeitmangel und wachsendem TBR-Stapel die weiteren Bände erstmal nicht lesen, das ist aber auch kein Problem, denn der erste Band hat ein vollständig in sich geschlossenes Ende und kann prima alleine gelesen werden.

 

"Wie seid Ihr an einen Drachen geraten?!"

"Ich habe ihn vor einer Prinzessin gerettet."


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