Isa Theobald & David Gray ~ Requiem für Miss Artemisia Jones ♠♠♠♠

Requiem, das: Totenmesse.

 

Artemisia Jones, ihres Zeichens jungfräuliche Bibliothekarin, wird in das noble Anwesen von Lord Bullington gerufen, um dessen umfangreiche Sammlung zu katalogisieren. Jedoch, ach, brauchen der Herr des Hauses und seine Kumpanen eine neue Jungfrau, die sie dem Herrn der Hölle opfern wollen. Der Witz dabei? Die Geschichte wird teils aus Sicht des Teufels erzählt, der mit dieser ganzen Opferei gar nichts anfangen kann...

 

 

Genau wie Miss Jones wurde auch ich von dem Versprechen einer großen Bibliothek zu diesem Buch gelockt und wurde nicht enttäuscht: schwarzer Humor, Bücher und nackte Damenwesen - was braucht man mehr? Ich sollte wohl mal wieder erwähnen, dass ich gerne Tarantino-Filme sehe und mir daher Gewalt, Sex & Gore nicht viel ausmachen - für alle anderen gilt: FSK 18! Für Feminis*innen gilt: Grandioses Finale. You go, gurrl!

 

Leider waren noch sehr viele Fehler enthalten, doch faszinierenderweise haben sie mich diesmal nicht so sehr gestört wie sonst - vermutlich, weil die Story irre genug war, um mich nicht davon ablenken zu lassen.

 

Absolut schräg und genau das richtige für düstere Halloween-Nächte (eigentlich wollte ich es erst im Oktober lesen, aber heutzutage ist Zeit ja eher relativ und ich hätte durchaus Lust auf Weihnachten...).

 

 

"Als sie neben ihm die schmale Leiter erklomm, war es ihr gleich, dass es ihm dadurch ermöglicht wurde, einen Blick auf ihre Fesseln zu werfen, so unerhört dieser Gedanke auch war - ihre Faszination für das seltene Buch, das sie nun in den Händen halten konnte, war stärker als der Anstand."

~ 15.05.2020


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