Mary Shelley: Frankenstein ♠♠♠

Wie die Geschichte selbst ist auch die Erzählform eine vielschichtige. Es beginnt mit dem Bericht eines Mannes, der zu einer arktischen Expedition aufbricht. Dort begegnet ihm auf einer Eisscholle ein Mann, der ihm eine seltsame Geschichte erzählt: Er ist Wissenschaftler und hat es geschafft, Leben zu kreieren. Das Problem ist, er hat es hoffnungslos übertrieben und gleich ein 2 Meter großes und ebenso breites Monster erschaffen. Als er erkennt, dass er seine Schöpfung verachtet, ist es zu spät, das Monster rennt davon - und beginnt, Freunde und Familie seines Erschaffers zu bedrohen... 

 

Ein weiterer Klassiker der Weltliteratur konnte mich dieses Machwerk nicht so überzeugen wie "Jane Eyre" oder "Dracula". Der Schreibstil ist langwierig und ausschweifend, ich habe oftmals quergelesen. Ja, es ist gruselig, von einem riesigen Monster quer durch Europa gejagt zu werden (übrigens witzig, die Reiseroute von damals nachzuvollziehen!), aber das Augenmerk liegt darauf, dass Frankenstein völlig elendig zumute ist, weil er das Monster erschaffen hat und dem Monster ist völlig elendig, weil es von Menschen nur aufgrund seines Äußeren gehasst wird und geliebt werden will. 

Dementsprechend: viel Elend und durch die Ausschweifungen irgendwie wenig Spannung. 

 

"Cursed creator! Why did I live!"

~ 19.10.21


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zuletzt aktualisiert 28.11.2021

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