Richard Laymon ~ Night in the Lonesome October

Ich kann euch nicht genau sagen, worum es in dem Buch geht, denn ich habe es nicht zuende gelesen. Ich habe bei der Hälfte aufgegeben (ca. 150 Seiten). Bis dahin ging es um einen Typ, Ed, der von seiner Freundin verlassen wurde. Nachdem er seinen Kummer ersäuft hat, macht er einen nächtlichen Spaziergang durch sein Universitätsstädtchen. Dabei trifft er auf eine irre Alte auf nem Fahrrad, ein Arschloch mit Hund und ein mysteriöses Mädchen, das ihn fasziniert (aber er stalkt sie nicht, nein, er stellt nur sicher, dass sie gut heimkommt).

Als er wieder daheim ist und die Sonne scheint, findet er außerdem Trost bei einer Freundin von seiner Ex. Die beiden bandeln miteinander an, aber seine nächtlichen Trips des Horrors und seine Fantasien über die Mysteriöse dauern an.

 

Okay, ich wollte dieses Buch lesen (wie in meiner Halloween-Leseliste schon vermerkt), weil io9 jedes Jahr einen Artikel darüber veröffentlichen, dass niemand mehr dieses Juwel von einer Gruselgeschichte kennt.

Auf dem Buchrücken standen auch lobende Worte von Stephen King und Kumpanen, doch ich wurde damit einfach nicht warm. Und wisst ihr, wieso? Es ist das falsche Buch. Das Buch, über das io9 schreiben, heißt "A Night in the Lonesome October" und ist von SciFi-Veteran Roger Zelazny. Da soll mal einer klarkommen im gebrauchte-Bücher-Markt. Seufz.

 

Es erschien mir wie "Das Mädchen" von Stephen King (Mädchen verläuft sich im Wald, aber anstatt zurück zum Weg zu gehen, rennt sie tiefer rein. Deppchef. Rezension hier.): Ich wusste, das Buch ist gruselig gemeint, aber ich wusste einfach nicht, wovor ich mich gruseln sollte. Ich bin nicht der Typ, der vor Nichts Angst hat (Blair Witch Project - ich grusel mich doch nicht vor Bäumen, ich umarme sie!). Wenn dem Kerl so schreckliche Sachen passieren, soll er doch um 3 Uhr nachts einfach mal ne Mütze Schlaf tanken, anstatt durch die Gegend zu rennen. Die hat er auch mehr als nötig - er versucht nämlich eigentlich, zu studieren! Wenn seine neue Freundin so toll ist, wieso stalkt er dann nachts das andere Mädel (ach, sorry: nicht)? Und dann diese Horror-Episoden: Er wird fast vergewaltigt, sie wird fast vergewaltigt, ein Kerl wird aufgegessen... das will ich nicht lesen. Bleibt im Bett und schlaft, wie gute Introverts, dann passiert auch nix (und bevor ich hier nen Shitstorm lostrete: Ja, ich weiß, das kann auch am hellichten Tag in belebten Gegenden passieren).

Ich finde, nach 100 Seiten sollte man langsam mal den Plot des Buches erkennen können und das konnte ich hier nicht. Geht es um das mysteriöse Mädchen? Bildet er sich seine nächtlichen Horrortrips nur ein? Worauf läuft das alles hinaus? Ist das so ne "Cabin in the Woods"-Geschichte, wo man bis zum Ende bis zum großen Knall warten muss? Sorry, aber dafür vergeude ich nicht 400 Seiten, dafür ist mir meine Zeit zu schade und mein TBR zu hoch.

 

Next!

 

~ Lilith ~

15.10.2019

 


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zuletzt aktualisiert 15.11.2019