Kiran Millwood Hargrave ~ The Mercies ♠♠♠♠

Vardo ist ein beschauliches Fischerdörfchen am Rande Norwegens. Eines Tages 1617 fahren die Männer, wie so häufig, zur See um zu fischen. Doch ein schrecklicher Sturm zieht auf und ertränkt alle.

Daraufhin sind die Frauen auf sich allein gestellt, sie müssen alle Arbeiten verrichten, die zuvor die Männer erledigt haben - und da ist es keine Hilfe, dass der neue Comissioner sich mit dem Priester zusammenschließt, um gegen die indigenen "Lapps" und Querdenker wegen Hexerei vorzugehen...

 

 

Eigentlich angedacht als Teil meines Walpurgis-Hexenmarathons, gehört dieses Buch nicht zu den Büchern über fantastische Hexen. Im Gegenteil, in Vardo spielte sich im Prinzip früher das ab, was sich uns heute als die "Hexen"prozesse von Salem eingebrannt hat. Nachbarn, die sich gegenseitig misstrauen; Menschen, die aus Missgunst oder Gefallsucht unwahre Anschuldigungen erheben; Aberglaube, der zu Massenhysterie wird.

 

Ich habe mich in Kiran Millwood Hargrave wegen ihrer großartigen YA-Bücher verliebt (Rezensionen dazu in der Abteilung) und wollte daher auch ihr neustes lesen. Hier erschafft sie eine dichte Atmosphäre, die so beklemmend und bedrückend ist, dass ich zwischendurch eine Lesepause einlegen musste, um mich mit etwas seichterem zu beschäftigen. Ich kann es einfach nicht ertragen, wenn speichelleckende Dummtorten versuchen, einen Funken Macht an sich zu reißen und damit alle ins Verderben stürzen - da hilft es nicht, dass die Geschichte auf wahren Ereignissen beruht *bibber*

 

Auf Deutsch erscheint es als "Vardo"!

 

Ich habe mir die wunderschöne Special Edition von Waterstones zugelegt, mit Farbschnitt, exklusivem Vorsatz, Bonuskapitel und Signatur. Hier erhältlich.

 

"Their words are like links they can hang fact upon, tightening with each telling."

 

"It doesn't matter what I am, only what they believe I am."

 

~ 30.05.2020


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