· 

Verfilmungen: All Souls Trilogie

Die All-Souls-Trilogie hat mich Ende 2017 wahnsinnig beeindruckt. Ich hatte mir den Schuber mit allen drei Bänden plus Dianas Notizbuch gegönnt (ich weiß gar nicht mehr, wieso ich diese blinde Investition getätigt habe... ich hab's jedenfalls nicht bereut) und die ganze Reihe in zwei Monaten durchgelesen. Bei je 600 Seiten pro Band immer noch recht schnell für eine Vollzeit-Angestellte. Seither habe ich immer wieder reingelesen, wenn ich unterwegs zwischen zwei Büchern war oder langweilig und wenig Zeit...

 

Die Trilogie (auf Deutsch bei Random House erschienen) erzählt von der Historikerin Diana Bishop, die ihre magischen Wurzeln verleugnet, weil ihre Eltern wegen ihrer starken Kräfte gestorben sind. Eines Tages ruft sie bei Recherchen ein Buch aus der Bodleian auf, das offensichtlich verzaubert wurde. Plötzlich sind ihr alle möglichen magischen Wesen auf den Fersen (in dieser Welt gibt es Hexen, Vampire und Daemonen), die seit Jahrhunderten nach dem Buch gesucht haben. Auch der (natürlich) mysteriöse und gutaussehende Vampir Matthew Clairmont heftet sich an ihre Fersen...

 

Diese Reihe enthielt einiges, was ich liebe: alte Bücher, Oxford, Magie, Vampire, Zeitreisen, elisabethanisches England und eine Geschichte über Zusammenhalt und frei gewählte Familien. Als ich also von der Umsetzung als Serie erfuhr (und nicht als gequetschter Film!), mit der Autorin als Produzentin, war ich einigermaßen erfreut.

Jetzt ist die Staffel endlich auf Deutsch erschienen (und auf DVD erhältlich) und wir haben sie durchgebingt.

 

Die Umsetzung ist auch wirklich wunderbar gelungen. Deborah Harkness ist selbst Historikerin und man merkt, dass jemand im Team war, der Ahnung von allem hatte. Oxford ist bezaubernd schön und die vielen Stadtansichten versüßen einem die Handlung noch mehr. Natürlich ist nicht alles Wort für Wort umgesetzt (besonders Dianas interne bissige Kommentare haben mir gefehlt), aber bei Adaptionen gibt es ja immer Abstriche. Die Atmosphäre und alle wichtigen Handlungsstränge sind dafür vorhanden und beeindruckend umgesetzt worden.

 

Kleiner Spoiler: Der erste Band ist nicht gerade in sich geschlossen (alle drei Bände gehen ineinander über), aber so ein fieser Cliffhanger wie bei der letzten Folge hab ich nicht erwartet! Adam ist fast von der Couch gesprungen.

 

Zu den Schauspielern - auch wenn ich es nicht wegen ihnen geschaut habe:

Matthew Goode ist nicht mein Typ, ich kann den Hype um ihn nicht verstehen. Theresa Palmer bringt den Mix aus buchiger Historikerin und störrischer Hexe ganz gut rüber, allerdings konnte ich zwischen den beiden keine knisternde Chemie ausmachen... da haben Eric Northman und sein Thron mehr Funken gesprüht.

Grandios finde ich natürlich Alex Kingston (River Song aus Doctor Who) als verrückte Hexentante und besonders die Schauspielerin von Satuu (Malin Buska) verstört mich angemessen. Auch Lindsay Duncan ist als Matthews Vampirmutter großartig gecastet worden, ebenso wie die liebenswerte Marthe. Also... eigentlich sind alle super gecastet, außer den Hauptpersonen. Aber das ist ja auch immer der schwierigste Teil...

 

Falls ihr also alte Bücher, Oxford und Magie liebt, lasst euch das nicht entgehen! Und falls ihr Englisch und E-Books lesen könnt, schaut ausnahmsweise bei Amazon rein, dort gibt's die Trilogie für nur 10€.

Trailer:

Leseprobe:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Nominierungen






Rezensionen gemäß Rezi-Kodex
Professioneller Leser
Ich mach was mit Büchern


zuletzt aktualisiert 24.06.2019