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Gewinnspiel: Seitenhain goes Feder & Schwert

Wie bereits gespoilert, arbeite ich ab heute in dem kleinen, feinen Fantasy-Verlag Feder & Schwert - ein absoluter Traumjob für alle Fantasynerds. Damit nicht nur ich mich darüber freue und ich das Verlagsprogramm nicht alleine lernen muss, habe ich bei meiner neuen Kollegin ein Gewinnspiel für euch herausgeschlagen!

 

Untenstehend findet ihr die zur Verfügung stehenden Titel. Wenn ihr einen davon haben wollt, müsst ihr mir nur schreiben, ob ihr Feder & Schwert schon kennt (und falls ja, welche Bücher ihr schon gelesen habt) und falls nicht, welches Buch euch aus dem aktuellen Programm am meisten anspricht.

 

Das Gewinnspiel geht bis zu meinem Geburtstag am 26.04.2018 und wird per Glückslos entschieden.

1. 2 Exemplare von Kage Bakers "Der Amboss der Welt"

Kage Baker, jüngst verstorbene Autorin des Steampunk-Romans "Die Frauen von Nell Gwynne's", widmet sich in diesem Schelmenroman um den pensionierten Assassinen Schmied, der nur versucht, nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, aber ständig knietief in Problemen watet, der humoristischen Fantasy.

Schmied heuert als Karawanenmeister an und soll ein Gros Glasschmetterlinge sowie diverse exzentrische Mitreisende sicher von Troon in die Hafenstadt Salesh geleiten. Die prominentesten seiner Passagiere sind der dekadente Fürst Ermenwyr und seine Amme Balnshik, die beide nicht so recht sterblich sind. Schmied überlebt die Reise und kauft schließlich ein heruntergekommenes Ferienhotel in Salesh-am-Meer, das er mit Hilfe seiner begabten früheren Karawanenköchin, die ebenfalls Schmied heißt, in eine Goldgrube verwandelt. Leider geht am Vorabend des Festes, des profitträchtigsten Tages im Jahr, alles schief. Fürst Ermenwyr taucht auf der Flucht vor einem verfeindeten Hexer inkognito auf, dann erscheint die Gesundheitspolizei just in dem Moment, als ein Klatschreporter, der dafür bekannt ist, seine Opfer zu erpressen, tot aufgefunden wird. Er wurde in einem von Schmieds besten Zimmern möglicherweise mittels Magie ermordet.

Wie üblich kombiniert Baker geschickt witzige Dialoge, gute Charakterzeichnung und ein Auge für stimmige Details. Besonders denkwürdig sind ihre wahrlich schräge Karawane und Frau Schmieds unvergleichlich beschriebene kulinarische Meisterleistungen. Bakers Ausflug in die Fantasy macht Spaß und sollte allen Trash-Fantasy-Feinden auf der Zunge zergehen. (von der Verlagshomepage)

2. 3 Exemplare von Kage Bakers "Die Frauen von Nell Gwynne's"

Bis zum Beginn der Tragödie war Lady Beatrice eine Tochter aus gutem, britischem Hause und eines guten, britischen Soldaten. Danach kehrte sie heim in die Straßen des frühviktorianischen London. Buchstäblich. Doch Lady Beatrice ist kein gewöhnliches leichtes Mädchen, und so wird sie sehr bald für das diskrete Etablissement Nell Gwynnes rekrutiert. Nell Gwynnes ist weit mehr als nur das beste und exklusivste Bordell in Whitehall in Wirklichkeit ist es die Schwesterorganisation zur Spekulativen Gesellschaft der Gentlemen, dem Vorläufer einer gewissen Firma im 19. Jahrhundert. Als ein Mitglied dieser Gesellschaft auf einem Sondereinsatz vermisst wird, nehmen Lady Beatrice und ihre Schwestern die Ermittlungen auf ...

 

Eine tolle Novelle, die scheinbar in der Welt vom "Amboss" spielt - da ich den Amboss nicht gelesen habe, kann ich mit Sicherheit sagen, dass mir sind aber keine unerklärlichen Verbindungen aufgefallen sind. Ein amüsantes, unterhaltsames, kurzweiliges Abenteuer mit Steampunkflair. Schade, dass es nicht mehr davon gab - die Autorin starb 2010 und dieses Büchlein erhielt posthum den renommierten Locus-Award.

3. 1 Exemplar von T. Aaron Paytons [Tim Pratt] "Morbus Konstantin"

Ein Steampunk-Roman in der Tradition von Mary Shelley’s Frankenstein.

1864. London ist eine Stadt im Umbruch. Eine seltsame Krankheit, die einige ihrer Opfer tötet und bei anderen eine Geschlechtsumwandlung auslöst, hat zu gesellschaftlichen Skandalen und Unruhen geführt. Technische Wunderwerke und Katastrophen wie mechanische Kurtisanen, die alchimistischen Feuer Whitechapels, elektrische Kutschen und in der Themse lauernde Säuremonster haben die Stadt unumkehrbar verändert.

Der Adlige Pembroke „Pimm“ Halliday hat einem Hang zur Kriminologie, und nutzt seine scharfe Beobachtungsgabe, um sowohl der Polizei als auch Privatpersonen beizustehen … zumindest, wenn er nüchtern ist. Ellie Skyler ist eine furchtlose Journalistin, getrieben von dem Drang, die Wahrheit aufzudecken, egal wo sie sich verbirgt.

Als Pimm und Skye über eine finstere Intrige stolpern, die den berüchtigtsten Verbrecherboss der Stadt mit dem neuen Geliebten der Königin, dem berühmten Wissenschaftler Sir Bertram Oswald, in Verbindung bringt, bekommen sie es mit der gehobenen Gesellschaft und der Unterwelt gleichermaßen zu tun. Können sie die Stadt vor den geheimnisvollen Ränken eines der größten Monster der Geschichte retten – und dabei den schockierenden Ursprung des Morbus Konstantin aufdecken?

 

Die wirklich abstruse Prämisse dieser Krankheit hat mich dazu veranlasst, dem Buch eine Chance zu geben, doch es ist soviel mehr, denn im Lauf des Steampunk-Krimis entwickelt sich zudem eine irre Diskussion über Geschlechterrollen und Definitionen von Männlichkeit/Weiblichkeit. Im viktorianischen Zeitalter war das natürlich eindeutiger, aber die Argumente sind im Hinblick auf heutige Transgender-Diskussionen aktueller denn je. Die beiden Hauptcharaktere Pimm und Ellie sind lebensnah und liebenswert und besonders die ambitionierte Journalistin, die auf gesellschaftliche Regeln pfeift, war meinem Herzen natürlich nahe.

 

"Wenn man nicht wissen kann, mit welchen [sic] Geschlecht jemand zur Welt gekommen ist, wird es schließlich zunehmend absurd, darauf zu bestehen, dass Männer und Frauen grundsätzlich anders sind."

 

"Sie dürfen sich nicht durch ein alltägliches Problem wie eine Entführung davon abhalten lassen, sich um wirkliche [sic] wichtige Dinge wie die Liebe zu kümmern."


Nominierungen





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zuletzt aktualisiert 11.12.2018