Walter Moers' Romanfigur wird Namenspatron für Eisberg!

Liebe Hainbesucher,

 

am Freitag erreichte mich eine Pressemitteilung, die ich euch nicht vorenthalten möchte, denn sie ist einfach zu köstlich:

 

 

 

 

 

 

München, 04. Juli 2014  

Walter Moers‘ Zamonien in der Antarktis – Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) nennen bislang unbekannten Unterwasserberg „Nachtigaller Shoal“, nach der beliebten Figur aus Walter Moers‘ Roman „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär

 

Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte Boris Dorschel vom Alfred-Wegener-Institut auf einer Polarstern-Expedition in das antarktische Weddellmeer einen bis dahin unbekannten Unterwasserberg erkundet, der bis dicht unter die Meeresoberfläche reicht. „An seiner flachsten Stelle lag der Berg nur 16 Meter unter dem Meeresspiegel und damit knapp fünf Meter unter dem Kiel der Polarstern. Wäre die Erhebung in einer Seekarte eingezeichnet gewesen, hätten wir diese Untiefe gemieden“, sagt Boris Dorschel. Umso wichtiger war es, die Neuentdeckung zu kartieren und zu benennen. 

 

Auf Grund der Eisbedeckung musste während der Erkundung immer wieder der Kurs geändert werden. Dadurch ist eine Aufzeichnung entstanden, die den Wissenschaftler an die Romanfigur Prof. Dr. Abdul Nachtigaller aus den „13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ erinnerte.„Der Name erschien uns als sehr passend, da Prof. Dr. Nachtigaller sein Leben der Erforschung ungeklärter Mysterien widmet und dafür in die entlegensten Gebiete auf unserer Erde reist – vor allem an dunkle und lebensfeindliche Orte“, erklärte Boris Dorschel mit einem Augenzwinkern und reichte seinen Namensvorschlag ein, der auf der diesjährigen Tagung des Sub-Committee on Undersea Feature Names (SCUFN) vom 16. bis 20. Juni in Monaco nun offiziell bestätigt wurde.

 

Davor hatte er allerdings „Käpt’n Blaubär“-Autor Walter Moers kontaktiert. „Ich wollte sichergehen, dass er nichts dagegen hat, dass wir einen Seeberg in der Antarktis nach einer seiner Romanfiguren benennen wollen“, sagt der Bathymetriker. Zunächst hielt der Autor die Anfrage für einen Scherz. Von der Ernsthaftigkeit des Vorschlags überzeugt, gefiel dem Autor die Idee dann aber immer besser und er stimmte ihr zu. „Ich hatte ja keine Ahnung, dass heutzutage noch ganze Berge unentdeckt sein können. Dass die Entdeckung im Dunkel antarktischer Gewässer stattgefunden hat, dürfte Nachtigaller, den zamonischen Pionier der Dunkelheitsforschung, besonders freuen“, sagt Walter Moers.

 

Der „Nachtigaller Shoal“ liegt im Weddellmeer etwa 65 km südöstlich der Spitze der Antarktischen Halbinsel.

 

Link zur Pressemitteilung des Alfred Wegener Instituts

 

Im Knaus Verlag ist Walter Moers‘ legendärer Roman „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ erstmals in einer farbigen Neuausgabe erschienen. [Und sie ist wunderschön! - Anm. L.]

Mit freundlichen Grüßen

 

Stefanie Schill 

Pressereferentin 

KNAUS VERLAG

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